Marco Schmidt konkurrenzlos
Dreitäler-Meeting beim LC 80 Pforzheim - Elektronische Zeitmessanlage fällt komplett aus - 650 Meldungen
PFORZHEIM. Gemischte Gefühle beim LC 80 Pforzheim vor dem Dreitäler-Meeting: Mit der Straßenlauf-DM in Bad Liebenzell und dem Baden-Marathon in Karlsruhe gab es starke Konkurrenz.
Die Goldstadt bot zeitgleich zudem den German Cup der Ballonfahrer. Doch die Befürchtungen bestätigten sich nicht. Mit 650 Meldungen wurden die Erwartungen übertroffen, auch wenn man Athleten aus einigen Kreisvereinen vermisste.
Wie ein Blitz aus heiterem Himmel traf dafür am frühen Morgen den Vorsitzenden Horst Rechberger die Nachricht, dass die elektronische Zeitmessanlage nicht funktionsfähig sei. Noch am Tag zuvor war sie im Einsatz gewesen, hatte aber auch dort schon zeitweise den Geist aufgegeben. So musste auf die Schnelle ein Zielgericht zusammen gestellt werden, um zur früher üblichen Zeitnahme per Hand zurückzukehren. Dankenswerterweise fanden sich einige alte "Leichtathletik-Hasen" aus befreundeten Vereinen als Unterstützer. Die handgestoppten Zeiten sind allerdings in den Jugend- und Aktivenklassen nicht bestenlistenfähig.


Erfreut war man beim LC 80 über die Teilnahme von Sportlern aus Schmölln in Thüringen. Diese waren zu Gast in Neuenbürg, wo sie bei ihren Sportfreuden von der LG Enz 72 untergebracht waren.
Bei den 100 Metern der Männer war der Pforzheimer Jörg Wöhe, jetzt in den Farben des USC Heidelberg, mit 11,3 Sekunden nicht zu schlagen. Seine Extraklasse im Kugelstoßen stellte einmal mehr Marco Schmidt (LC 80 Pforzheim) unter Beweis. Mit 15,95 Meter war er konkurrenzlos.
Bei den Mädchen der A-Jugend war man überrascht von der starken Vorstellung von Rebecca Gehring (LC 80), die über 100 Meter mit 12,5 Sekunden ihre sieggewohnte Vereinskameradin Sophie Winterhalder schlagen konnte. Rebecca Gehring hatte mehrere Jahre pausiert, hält aber noch heute mehrere Kreisbestleistungen in den Klassen W 8 bis W 11. Dafür hatte Sophie Winterhalder mit guten 5,23 Meter im Weitsprung klar die Nase vorn.

Einen starken Eindruck hinterließ in der Klasse W 14 Jana Kallenbach vom SV Oberderdingen, die den Hochsprung (1,45 Meter), den Weitsprung (5,15 Meter) und das Kugelstoßen (9,60 Meter) für sich entschied.
Larissa Müller (W 12) vom LV Biet lief über 800 Meter erneut ein couragiertes Rennen, kam aber mit 2:32,1 Minuten nicht ganz an die bestehende Kreisbestleistung heran. Herausragend bei den Schülerinnen W 11 war Anna-Lena Schwarz von der TSG Niefern, die mit 1,32 Meter den Hochsprung und mit 4,18 Meter den Weitsprung für sich entschied und über 50 Meter mit 7,5 Sekunden Zweite wurde. Ihre Vereinskameradin Carolina Krafzik (W 9), Tochter des noch amtierenden 400-Meter-Kreisrekordlers (47,17 Sekunden) Claus Krafzik, holte sich gleich dreimal den Siegerpokal. Über 50 Meter (8,2 Sekunden), über 800 Meter (3:12,2 Minuten) und im Weitsprung (3,72 Meter) war sie nicht zu schlagen. (gei)

 

Erstellt am: 24.09.2004